Samstag, 1. Mai 2010

Faust.
Durchgrüble nicht das einzigste Geschick.
Dasein ist Pflicht, und wärs ein Augenblick.

Walpurgisnacht, 2010

Mittwoch, 17. März 2010

Kühe im Schnee - Hiddensee

Hiddensee...

hätte hier gern beschrieben, wie toll diese Insel auch in Eis und Schnee sein kann. Aber das fand mein Rechner oder dieses weltweite Netz wohl zu frostig und stürzte beim Freigeben alles ins Nirvana.

Bis auf dieses Bild.
Dann soll es die symbolische Botschaft sein.
Himmel. Erde. Wasser.
Das Eine findet sich im anderen. Leben.

Donnerstag, 6. August 2009

Bodø, im Hafen um ca. 2 Uhr morgens

Unglaubliches Licht.
Am taghellen Himmel ein gelber runder Mond.
Die Nacht birgt Wunder, Licht und Linderung von allen Wunden des Tages.

Montag, 3. August 2009

Menschen und Ihre Musik...














































































Katie Melua Konzert

Katie Melua Konzert-nicht in der grandiosen Szenerie des Kaiservardern, 360 Meter ueber dem Meer. Dafuer aber mit 6000 Nordlændern im "Spektrum", einem gigantischen Veranstaltungszentrum in Bodø, und dem vollen Programm als "Vakter" (Waechter, Helfer, etc.). Doch der Reihe nach.

Ich weiss ja nicht wieso, aber ich blieb auch im Flieger von Oslo nach Bodø nicht lang allein. Ich krabbelte in Oslo ganz brav auf meinen Platz 23 C, um ihn gleich wieder in die letzte Reihe zu tauschen, damit ein Pærchen zusammensitzen konnte. So lernte ich Doerthe kenne, die auf dem Weg zu ihrem Liebsten war, der seit 15 jahren in Norwegen lebt und den sie nun besucht. Die Geschichte, wie die Beiden sich (wieder)gefunden haben, waere auch eine Rosamunde Pilcher Story wert.
Doerte hustet wie bekloppt, gibt mir aber zu verstehen, dass sie nicht die Schweinegrippe nach Norge importiert. Ihr Liebster erwartet Sie am Kofferband und nachdem ich vom selbigen mein "Koefferchen" gewuchtet habe, fahren mich die Beiden zum Skagen-Hotel, dem Standort des Festival-Bueros und dem Quartier der meisten Musiker und Kuenstler. Und wie sich gleich herausstellte: auch meins. Grandios. Ich werde mal wieder reich beschenkt...

Im Festival Buero treffe ich Ann Karin. Umarmung, unkontrollierte Wortsalven in chaotischem norwegisch-englischen Kauderwelsch und Blicke in bekannte Gesichter. Als ich in der Nacht nach dem Katie Melua Konzert Bauzaeune abbaue, war es, als wære ich nie weg gewesen.

Noch eine Dusche, ein Besuch auf der (leider im Umbau befindlichen) Mole und auf gings zum Konzert. Das Konzert gestaltete sich zur organisatorischen Herausforderung fuer die Festivalmacher. Der Grund: Sturm auf dem Kæservarden!
Das unmøgliche wurde møglich gemacht. Nach dem alle Technik, Buehnenaufbauten und sonstige Logistig schon auf dem Berg installiert waren, entschieden die Organisatoren gegen 10 Uhr, das Konzert nach Innen, in die Stadt, ins Veranstaltungszentrum "Bodø Sentrum" zu verlegen.
Innerhalb eines halben Tages wurden die Bodøer via Radio ueber den Ortswechsel informiert, Plakate gedruckt und verteilt. Und alles mit dem Erfolg, dass am Abend um 22 Uhr das Konzert in voller Halle beginnen konnte. Respekt!!!

Katie Melua soll es verstanden und sehr bedauert haben (logisch, bei der Kulisse auf dem Kaiservarden!); zauberte trotzdem aber ein bewegendes Konzert mit ihren Mannen. Sehen konnte man zwar die kleine Frau ab der 20 Reihe nicht mehr wirklich (fuer die Videoleinwænde hatte es dann doch nicht mehr gereicht),
aber dafuer war die Musik einfuehlsam, rhythmisch und sehr bestimmt.
Ein Clubkonzert mit Ihr wære trotzdem das Grøssere (wenn auch nicht bezahlbare) musikalische Geschenk.

Gegen zwei Uhr Nachts hatte ich meinen ersten Vakter-Dienst der Musikfestukke 2009 beendet, fiel ziemlich erledigt in mein Hotell-Bett, um nach einer Stunde wieder in heller Nacht aufzuwachen - vøllig hingerissen vom Licht des Nordens.

Nordland Musikkfestuke begynner...


Alles geht schon wieder gut los: Beim Einchecken diskutiere ich mit der Zollbeamtin ueber feste oder fluessige aggregatzustænde meines Schaumfestigers. Ich verliere natuerlich die Diskussion und muss nun ohne dieses Schoenheitsmittelchen meinen Musikfestivaltrip antreten.
Ohne weitere Zwischenfælle gehts ab in den Flieger. Ich habe noch nicht den Gurt angelegt, da finde ich mich schon in einem netten Schwatz mit einem ælteren Ehepærchen aus Hainichen wieder. Sie haben Mittwoch beschlossen, am Freitag nach Oslo zu fliegen, um dort Ihr Wochenende zu verbringen. Genial. So moechte ich auch mal Alt werden. Nach 10 min wissen wir von einander, dass ich Musik liebe, er Keybord spielt, beide in Rio schon ein Flugzeuggewitter erlebt haben und ich in Oslo eine Maschinenschaden. Das Reisen Spass macht und in Hainichen wie in Sangerhausen um 18 Uhr die Buergersteige leer werden. Sympathische Menschen. Dem Kaffee- und Menueangebot im Norwegian-Flieger gucke ich hinterher: Ich sitze hinten, links aussen. Mein Geld liegt vorn, rechts oben. Wo sind sie hin, die guten alten Zeiten, als sich die freundlich læchelnden Stewardessen mit "Kaffee inclusive" durch den engen Gang schoben.
Doch ich kann warten. Muss warten. In Oslo habe ich 5 Stunden Zeit bis zum Weiterflug nach Bodø. Zeit, um etwas zu tun, was ich schon lang nicht mehr getan habe: ein Buch lesen. Mein Tip fuer alle Biographie - Liebhaber: Liv Ullmann, Autor: Kjetil Børnstadt.
Zu Allem gibts lecker Schnittchen aus der Schwesterlichen Berliner Kueche.
Es geht mir gut!

Donnerstag, 30. Juli 2009

Nordland Musikkfestukke 2009

Information zur Reisereportage

Nordland Musikkfestuke
Bodø, Norwegen
31.Juli – 09.August 2009
http://www.musikkfestuka.no/


Für den Einen sind die Koordinaten 67° 17’ n.B. und 14° 23’ ö.L. nur geografische Daten. Für den reisenden Musikliebhaber ist es DIE Adresse eines hochkarätigen Musikfestivals nördlich des Polarkreises: Bodø. Hauptstadt der Provinz Nordland, Norwegen.

Hier begann vor zwanzig Jahren die Erfolgsgeschichte der Nordland Musikkfestuke (http://www.nmfu.no/). Vom 31.Juli bis 09.August erwartet auch 2009 den Liebhaber von Jazz bis Klassik ein besonderes Programm. Es reicht vom Clubkonzert bis zur Operngala. Ist voller Tradition, passt aber in keine verstaubten Schubladen. Agiert durch professionelles Management, aber nicht ohne freiwilliges Engagement. Lebt durch regionale Akteure und internationale Gäste. Alles gereicht als faszinierende Festivalsinfonie aus Leben und Musik in urlaubsreifer Kulisse.
Typisch skandinavisch eben.

So wird Sängerin Katie Melua am 31. Juli mit ihrem Konzert auf dem 800 Meter über der Küste aufragenden „Keiservarden“ das diesjährige Musikfestival in Bodø eröffnen. Benannt wurde der ‚Hügel’ übrigens nach dem deutschen Kaiser Wilhelm, der scheinbar mit seiner Begeisterung über den atemberaubenden Blick auf die Ausläufer der Lofoten einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Über vierzig Veranstaltungen und Ausstellungen bieten in nur 10 Festivaltagen ein anspruchsvolles Programm. Darunter Konzerte mit so namhaften Musikern wie der Sängerin Kari Bremnes, dem Posaunisten Christian Lindberg, dem Brodsky Quartett, dem Klarinettisten Martin Fröst und dem Pianisten Roland Pöntinen.

Mit seiner guten infrastrukturellen Anbindung ist Bodø für den interessierten Mitteleuropäer leichter erreichbar als angenommen und bietet neben dem Musikfestival ein lohnendes Urlaubsziel. Der Hafen ist Station der Hurtigruten und täglicher Fähranleger zu den Inseln Røst, Væroy und Moskenes auf den Lofoten. Ein preiswerter Innlandsflug (http://www.norwegian.no/) führt direkt von Oslo nach Bodø und bietet ein Anflugerlebnis der besonderen Art: wo eben noch endloses Meer war, tauchen plötzlich 1000 Meter hohe Berge auf und: die Landebahn. Bodø ist Endstation der Nordlandbahn (www.nsb.no) und von Oslo mit nur einem Umsteiger in Trondheim gut zu erreichen. Mit norwegischen Bahnpreisen oder dem Europa-Spezial Ticket der Deutschen Bahn wird dies für Menschen mit Zeit ein alternatives Reisemittel.

Um da anzukommen, wo das Leben den Atem anhält: wenn sich das Licht des nordischen Sommers und die Kraft der Musik über Mensch und Natur, Hafen und Meer ergießt.